Emo und das Gefühl von „Wir“

 

Es war ein kalter Abend kurz vor Weihnachten.
Draußen glitzerten die Lichter, und drinnen war es warm und ruhig.

 

Emo, der kleine Elefant, saß auf einer weichen Decke und ließ seinen Rüssel langsam hin und her schwingen.
Der Tag war lang gewesen.
So viele Eindrücke.
So viele Gefühle.

 

Emo hatte heute etwas Neues ausprobiert.
Nicht alles hatte geklappt.
Manches war schön gewesen.
Manches hatte ihn kurz traurig gemacht.

 

Er seufzte leise.

 

Da setzte sich jemand neben ihn.
Ganz nah.
Ohne etwas zu sagen.

 

Emo spürte eine warme Hand auf seinem Rücken.

 

„Manchmal“, dachte Emo,
„fühlt sich der Tag an wie ein großer Rucksack voller Dinge.“

 

Er schaute nach oben.

 

„Muss ich das alles alleine tragen?“, fragte er leise.

 

Die Stimme neben ihm war ruhig und freundlich.

 

„Nein“, sagte sie.
„Du musst nichts alleine tragen.“

 

Emo spürte, wie sein Herz ein kleines bisschen leichter wurde.

 

„Auch wenn heute nicht alles gut war?“, fragte er.
„Auch wenn ich Fehler gemacht habe?“

 

Die Hand auf seinem Rücken blieb ganz ruhig.

 

„Gerade dann“, sagte die Stimme.
„Egal, was heute war, wir gehören zusammen.“

 

Emo atmete tief ein.
Und wieder aus.

 

Plötzlich fühlte sich der Rucksack nicht mehr schwer an.
Er war noch da
aber er drückte nicht mehr.

 

Emo lehnte sich an.
Ganz fest.

 

Draußen funkelten die Lichter weiter.
Drinnen war es still.

 

Und Emo wusste:

 

Egal, was morgen kommt,
ich bin nicht allein.


💛 Für nach dem Vorlesen

Du kannst dein Kind danach einfach kurz in den Arm nehmen
oder deine Hand auf seinen Rücken legen
und leise sagen:

 

„Egal was heute war, wir gehören zusammen.“

 

Mehr braucht es nicht.

🎄Traumfabrik Kids🎄
❄️Eine schöne Weihnachtszeit❄️